Max Levy-Suhl im Mittelpunkt
cover_levy-suhl_korr_smallEin weiteres neues Heft der „Kleinen Suhler Reihe" ist erschienen. Unter dem Titel „Dr. med. Max Levy-Suhl und seine Familie" widmet sich das Heft 48 dem Schicksal eines bedeutenden Psychotherapeuten, der in den 1920er Jahren seinem Namen den seiner Heimatstadt hinzufügte. Am 10. März wird das Heft im Rahmen einer öffentlichen Lesung ab 17 Uhr im Oberrathaussaal vorgestellt.
Dieses Heft wurde von einem Autorenteam erarbeitet, zu dem u.a. Berliner und Münchner Forscher gehörten wie auch die Leiterin des Suhler Stadtarchivs und eine heute in den USA lebende Urenkelin der Familie. Das Heft ist ab sofort in der Galerie im Atrium des CCS und auch im Suhler Stadtarchiv erhältlich. Eine große öffentliche Präsentation soll es am 10. März 2017 geben, wenn die Urenkelin der Familie erneut zu einem Besuch in Suhl sein wird und auch einige der Forscher zugegen sein können.
Die Idee zu diesem Heft der „Kleinen Suhler Reihe" entstand, als im Vorjahr eine Gruppe von Historikern der Psychoanalytischen Gesellschaft in Suhl auf den Spuren von Max Levy-Suhl unterwegs war. Einige Details zu dessen Leben veröffentlichten sie bereits in der Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse „Luzifer-Amor". Es lag nahe, die bereits vorliegenden Forschungsergebnisse zu diesem bedeutenden jüdischen Arzt aus Suhl zu qualifizieren, mit Suhler Details anzureichern und damit dem hiesigen Geschichtsbild einen weiteren Mosaikstein hinzuzufügen. Durch den Besuch von Heather Lee Potter am 21. Februar 2016 in Suhl, einer Urenkelin von Gustav Levy, dem Bruder von Max Levy-Suhl, nahm das Projekt noch einmal Fahrt auf und das Heft konnte um einen Erfahrungsbericht von Frau Potter erweitert werden, der auch Details des Lebens der Familie Levy nach deren Emigration in die USA beinhaltet. Frau Potter wird am 10. März ebenfalls zugegen sein.

Im Klappentext dieses Heftes ist zu lesen: Ein Arzt und Psychoanalytiker von deutschlandweiter Bedeutung, der seinem eigenen Namen den seiner Geburtsstadt hinzufügte - solch ein Mann steht im Mittelpunkt dieses Heftes der „Kleinen Suhler Reihe". In seinem Schicksal zwischen Suhl, Berlin und Amsterdam scheint wie in einem Brennglas die deutsche Geschichte zwischen Kaiserreich und nationalsozialistischer Herrschaft gebündelt, der individuell schwer belastete Weg von der Assimilierung zur Ausgrenzung - den die oft hoch geachteten jüdischen Mitbürger nicht selten mit dem Leben bezahlten. Die individuellen Lebensstationen von Max Levy-Suhl von Schule und Lederwarengeschäft in Suhl, über Universitätsjahre und sein Wirken als renommierter Arzt in Berlin, bis hin zum Versteck in Amsterdam werden nachvollzogen. Ein ganzes Autorenteam machte es sich zur Aufgabe, das Leben von Dr. med. Max Levy-Suhl und seiner Familie zu erkunden und deren Schicksale dem Vergessen zu entreißen. Die Forschungsergebnisse aus Berlin und München, Leiden und Suhl konnten nun in diesem Heft zusammengeführt werden: Lebensskizzen einer jüdischen Familie, die aus Suhl kommend weltweit ihre Spuren hinterließ.

Das Heft ist zum üblichen Preis von 7,- € in der städtischen Galerie im Congress Centrum erhältlich sowie auch im Stadtarchiv. Die Details der geplanten öffentlichen Präsentation dieses Heftes am 10. März 2017 in Suhl im Beisein der Autoren und von Frau Potter werden rechtzeitig bekannt gegeben.