Familienfreundliche Einrichtungen der Stadt Suhl 2013

fam.frdl._einr._logoIn der Sitzung des Suhler Stadtrates am 15.05.2013 wurden durch Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel und Bürgermeister und Sozialdezernent Klaus Lamprecht erstmals Prädikate „Familienfreundliche Einrichtung der Stadt Suhl 2013“ vergeben.

In diesem Rahmen wurde durch den Vorstandsvorsitzenden der AWG, Herrn Brösicke, auch die kleine Mathilda Streit, deren Zeichnung als Grundlage für das Logo (siehe Bild) diente, mit einem Geschenk gewürdigt.

Der Stadtrat Suhl hatte am 20.06.2012 beschlossen, ab dem Jahre 2013 das Prädikat „Familienfreundliche Einrichtung“ an Suhler Unternehmen, Einrichtungen, Organisationen und Verbände zu vergeben und dazu die entsprechende Richtlinie erlassen, die im Suhler Amtsblatt im August 2012 sowie auf der Homepage der Stadt Suhl veröffentlicht wurde.
Anfang des Jahres 2013 wurde im Amtsblatt und auf der städtischen Homepage zur Einreichung von Bewerbungen bzw. Vorschlägen für die Vergabe des Prädikats aufgerufen.
Auf der Grundlage der Richtlinie wurde für die Ausschreibung ein Fragebogen erarbeitet, der sowohl für Unternehmen als auch für Einrichtungen ausgelegt ist.
Der Fragebogen gliederte sich in drei Abschnitte mit folgenden Kriterien, die in die Bewertung einflossen:


Familienfreundlichkeit für Kunden / Besucher
Dazu gehören z.B. familiengerechte Parkmöglichkeiten, familiengerechter Zugang, Ausstattung der Einrichtung mit familienfreundlichen Komponenten wie Wickelmöglichkeit, Still­ecke, Spielmöglichkeiten für Kinder, kindgerechte Informationssysteme, familienfreundliche Besuchszeiten.

Familienorientierte Produkte / Dienstleistungen
Dazu zählen z.B. spezifische, auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnittene Angebote des jeweiligen Geschäftsinhalts der Einrichtung, Sonderleistungen / Sonderkonditionen für Familien, Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen für Familien, Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Familien (z.B. durch Unterstützung von familien- und kindorientierten Vereinen / Projekten) oder Förderung von Kinder-, Jugend- und Familiensport und -kultur.

Familienfördernde Arbeitsbedingungen
Darunter fallen familiengerechte Arbeitszeitflexibilität, Familienveranstaltungen und Unterstützung der Kinderbetreuung.

Die genannten Kriterien waren beispielhaft und sollten nicht alle gleichzeitig erfüllt sein. Vielmehr kam es auf eine Gesamtbeurteilung der Familienfreundlichkeit der Einrichtung nach ihrer Größe und ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten an, die über das durchschnittlich am Markt angetroffene Engagement deutlich hinaus gehen sollte.
Eine Arbeitsgruppe des Bündnisses für Familie bewertete die 7 eingegangenen Bewerbungen und besuchte die entsprechenden Einrichtungen bzw. Unternehmen. Auf Vorschlag der Arbeitsgruppe beschlossen der Sozialausschuss und der Jugendhilfeausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am 10.04.2013 die Vergabe des Prädikats an die folgenden 6 Bewerber:
        - AWG Wohnungsbaugenossenschaft „Rennsteig“ eG

- SRH Zentralklinikum Suhl

- Stadtbücherei Suhl

- Ringberghotel Suhl

- Rhön-Rennsteig-Sparkasse

- Kindertagesstätte „Tausendfüßler“.

Die ausgezeichneten Einrichtungen bzw. Unternehmen mit ausgewählten familienfreundlichen Maßnahmen und Dienstleistungen:

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AWG Wohnungsbaugenossenschaft „Rennsteig“ eG

- Starthilfe "Junges Wohnen mit Miet- Subventionen und „Herbstzeit-Wohnen" mit   Kooperationen (Volkssolidarität und ASB) für Betreuung und vielfältigen Dienstleistungen
- Vereinsleben für Ältere/Alleinlebende, aber auch Mathe-Nachhilfeunterricht für Schüler
- Vergünstigungen für Mieter bei Eintrittspreisen in Waffenmuseum und Fahrzeugmuseum
- umfangreiches Sportsponsoring, Sozialsponsoring - Integratives Sportfest der Stadt Suhl
- Kultursponsoring, z.B. Provinzschrei
- Wickelmöglichkeiten, voll ausgerüstete Spiel- und Stillecke sowie Küchenzeile für Versorgung von Kleinkindern sowie deren Betreuung bei Beratung der Eltern
- AWG legt großen Wert auf das Potential gut ausgebildeter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Selbstverständlichkeit, dass die Entscheidung für Kinder auch den Wiedereinstieg bedeutet
- familienfreundlichen Maßnahmen werden als eine „Win-win-Situation“ gesehen
- Flexible/Gleitarbeitszeit, individuelle spontane Regelungen im Notfall
- Kinderbetreuung: Notfallbetreuung, Berücksichtigung von familiär bedingten 
  Urlaubsplanungen; finanzielle Unterstützung bei der Kinderbetreuung
- Elternzeit:
 individuelle Regelungen zum Wiedereinstieg nach Krankheit oder Elternzeit;
- Kontakthalteprogramm,
- Geldwerte Leistung für Familie: Geld zur Geburt, Gruppenkranken- und   Unfallversicherung, Ermöglichung von Arztbesuchen
- Veranstaltungen (Ausflüge, Feste) mit Familien bzw. PartnerInnen

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SRH Zentralklinikum Suhl GmbH

- familienfreundliche Ausgestaltung mit Spielecke, Wickelmöglichkeiten, Stillecke
- Besuch der Angehörigen ohne feste Besuchzeit – somit auch bei Schichtarbeit etc. Besuch möglich
- Sprechzeiten bei Verwaltung und in der Ambulanz nach Vereinbarung auch außerhalb üblicher Zeiten möglich
- Tag des Kinderkrankenhauses
- Durchführung der „Kinderuni“
- Unterstützung Kinderhospiz in Tambach-Dietharz durch Erlöse aus Weihnachtsmarkt, Sommerfest, Bücherbasaren
- Unterstützung Jugend- und Vereinshaus „Nordlicht“ mit Sachspenden
- Sponsoring Sportverein und Kooperations-Kita „Döllbergzwerge“
- Kontakthalten, Weiterbildungsangebote während und Wiedereingliederungsmanagement nach der Elternzeit
- Teilzeitmodelle, verschiedene Wechselschichtmodelle, bei Alleinerziehenden späterer Arbeitsbeginn möglich
- Mitarbeiter sind jederzeit telefonisch für Angehörige erreichbar
- Ferienmittagessen für Mitarbeiterkinder
- Gesundheitsmanagement,
- Rabatte für Mitarbeiter bei Handyanbietern, Medikamenten, bestimmten Krankenkassen
- Kooperation mit Kita „Döllbergzwerge“ zur Absicherung von Dienstzeiten außerhalb regulärer Arbeitszeiten
- finanzielle Unterstützung bei der Mittagsversorgung
- Kostenerstattung für spezielle Sehhilfen an Bildschirmarbeitsplätzen
- Betriebsfeiern, Sommerfest und Weihnachtsmarkt mit Attraktionen für Kinder


Stadtbücherei Suhl

- hohes Engagement mit kindgerechten Aktivitäten, z.B. Wecken des Interesses   am Buch, am Lesen durch Lesenachmittage/-nächte, Ferienprogramme, Mitgestaltung der Kinderkulturnacht
- enge Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten und Grundschulen z. B. mit interessanten Lesenächten in der Bibliothek
- Ecke mit Literatur zu frühkindlicher Förderung für ratsuchende Eltern und Fachkräfte/Studierende etc.
- Leselatte für Kindertagesstätten, Kinderarztpraxen  als optisch ansprechende   Orientierungshilfe, was Kinder in welchem Alter lesen sollten
- Teilnahme an Projekt LESESTART für Kinder
- Jugendbibliothek „Freestyle“ mit Medienmix (Audio, Video…) nach Themen
- Ermöglichung von Projektarbeiten
- Neu: findus – Mediensuche online mit umfangreichem Angebot im Online-Katalog
- für MitarbeiterInnen: Gleitarbeitszeit um eine an den Öffnungszeiten orientierte Kernarbeitszeit;
- Toleranz und gegenseitige Unterstützung in Problemlagen sind Teil eine gutes Betriebsklimas 

Ringberghotel Suhl

- Hotel wurde schon mit Auszeichnungen der Tourismus-Branche als besonders kinderfreundliches Urlaubsdomizil gewürdigt (Holli-Club, Teens-Club etc.)
- Familienzimmer mit Verbindungstür, Kinderbuffet,
- Programme und Kinderbetreuung Indoor und Outdoor für verschiedene Altersgruppen
- kostenlose Nutzung versch. Ausstattungsgegenstände für Familien
- Outdoor-Spielplatz für Gäste, der auch den Kindergärten der Stadt Suhl als interessante Tagesgestaltung zur Verfügung gestellt wird 
- Unterstützung von Sportvereinen auch durch Bereitstellung des Kleinbusses
- Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Kontakthalten während der Elternzeit
- Hilfen beim Wiedereinstieg, z.B. durch Teilzeit
- Berücksichtigung familiärer Belange bei der Schicht- und Urlaubsplanung
- Freistellung bei Pflege von Angehörigen


Rhön-Rennsteig-Sparkasse

- Filialausstattung mit Spielmöglichkeiten wie Schaukelpferden, Tische mit Mal- und Bastelsachen, Spielsachen
- neben regulären Öffnungszeiten individuelle Beratungszeiten für Familien
- umfangreiches Engagement mit Sponsoring von Sport/Kultur etc.  in Höhe von 177.495z.B. Kinderkulturnacht, Matheolympiade, Hauptsponsor „Jugend musiziert“,
- Unterstützung Kita`s und Schulen, Vorlesewettbewerbe
- Unterstützung sozialer Projekte, z.B Beispiel – die Bilder-Ausstellung von   Alleinerziehenden im Foyer im Steinweg u.v.m.
- Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Kontakthalten während Elternzeit, bei Langzeiterkrankung, Hilfen beim Wiedereinstieg
- Gleitarbeitszeit/ verschiedene Teilzeitangebote auch bei Pflege von Angehörigen
- Zuwendung bei Geburt eines Kindes und Jugendweihe/Konfirmation
- Übertragung der sogenannten „Kind-krank-Tage“ vom Ehepartner – da nicht gesetzlich Pflicht - lehnen viele Arbeitgeber ab!
- Freistellung für wichtige Arzttermine
- Weihnachtsfeier für MA-Kinder
- Angebot einer Ferienfreizeit, finanzielle Unterstützung von Mitarbeiter-Kindern


Kindertagesstätte „Tausendfüßler“

- Öffnungszeiten  6-18 Uhr und bei Bedarf bis 20 Uhr einschl. Abendbrotversorgung besonders für Alleinerziehende
- bei Betreuungsbedarf keine Schließtage bzw. nur zu Fortbildungstagen der MAà diese langfristig bekanntgegeben
- Kinderbetreuung bei Elternbildungsveranstaltungen
- Kinderbetreuung von Gastkindern aus geschlossenen Einrichtungen einschließlich Ferienbetreuung bis Mittag
- kontinuierliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen wie Sportverein und  Musikschule; Funktionsräume stehen den Kindern ganztätig zur Verfügung: Lernwerkstatt, Koch- und Backstudio, Lesezimmer, Ballhaus und Malkabinett
- Schulclub für die Vorschulkinder 
- Bildungsangebot : Schreibprojekt im Kindergarten und das Projekt „Zahlenland“
- Gesprächsrunden mit Eltern zu gewünschten Themen

- Treffen mit Eltern mit Migrationshintergrund zur Integration der Familien
- Flohmarkt für Kinderbekleidung und Spielzeug unter Einbeziehung der Kinder,
- monatliches Schwimmen, Kino-, Theater-, Tierpark- und Museumsbesuche sowie ein Kindercafé
- Frühförderung durch Zusammenarbeit mit Therapeutin
- Babytreff für junge Mütter aus gesamtem Stadtgebiet
- verschiedene gemeinsame Feste mit Groß/Eltern und Familie
- Für Mitarbeiterinnen: Teilzeitbeschäftigung, „Muttischicht“ eingerichtet, d.h. keine Früh- bzw. Spätdienste
- in den Ferien können Mitarbeiter-Schulkinder mitgebracht werden
- Kontakthalten und Weiterbildung während der Elternzeit
- Wiedereinstieg nach Elternzeit ohne Probleme
- Parkplätze aufgrund der Notsituation im Wohngebiet extra für Mitarbeiter geschaffen
- gutes Betriebsklima steht für Familienfreundlichkeit