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Buchpremiere am 9.11. für "Jüdisches Leben in Suhl" Teil 2 Drucken

ksr51_titel_smallIm Rahmen der Veranstaltungen in der Stadt Suhl zur Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938 kam am Donnerstag, dem 9. November 2017, um 17:00 Uhr im Oberrathaussaal ein weiteres Heft der „Kleinen Suhler Reihe“ zur Premiere. Unter dem Titel „Steine welken nicht. Jüdisches Leben in Suhl (2)“ greift die Suhler Autorin Ursula Stobbe darin die Lebenswege einstiger Suhler Bürger jüdischen Glaubens auf und bringt sie dem Leser nahe. Das Buch ist in der Galerie im CCS erhältlich.

premiere_stobbe_smallDas Buch ist aufwändig recherchiert und einfühlsam geschrieben. Ursula Stobbe, viele Jahre lang Lehrerin für Deutsch und Musik in Suhl und manchen vielleicht auch vom Kabarett „Die Hinterwäldler“ noch bekannt, nimmt die Leser mit einer fiktiven Enkelin „Lilli“ auf den Weg durch die Geschichte mit. Das Mädchen bohrt immer wieder nach: Waren das Ausländer? Warum hat ihnen niemand geholfen? So wird nicht nur ein Kaleidoskop des Miteinanderlebens in Suhl vermittelt, sondern eindringlich auch den Möglichkeiten eigenen Handelns nachgespürt, damals wie heute. Unser Bild (Aufnahme: H. Uske) zeigt die Autorin bei der Buchvorstellung.

Viele vergessen geglaubte Details zum Leben der Suhler Arztfamilien Saphra und Marcus kommen zur Sprache. Die Lehrerin Käthe Sander wird vorgestellt oder Adele Goldmann, die fast 80-jährig noch deportiert wurde. Und vielleicht gelingt es nach diesem Buch, auch die Geschichte des Händlers „Eisen-Meyer“ wieder ins Bewusstsein der Suhler zurückzubringen, denn nach der „Arisierung“ wurde das Geschäft dann als „Hahne“ bekannt, während „Eisen-Meyer“ gezielt dem Vergessen preisgegeben wurde. Buchkapitel widmen sich auch dem Turnverein oder dem Naturheilgarten, die wie andere Vereine die Ausgrenzung von Menschen jüdischen Glaubens betrieben. Und was war bisher wirklich im öffentlichen Bewusstsein von der Zwangsarbeit Suhler Juden im Stadtgebiet? Von hoher literarischer Qualität gekennzeichnet, leistet dieses neue Heft der „Kleinen Suhler Reihe“ wiederum einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit der ei-genen Geschichte. Es entstand unter Federführung des Suhler Bündnisses für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus und ist an diesem Abend erstmals käuflich zu erwerben.

Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Klaus Lamprecht und einer Erläuterung von Heidemarie Schwalbe für das Suhler Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus zur Entstehung des Buches stellte Ursula Stobbe Auszüge daraus vor und lud zum Gedankenaustausch ein.

Die Premierenlesung im Oberrathaussaal war eingebettet in die weiteren Veranstaltungen am Gedenktag an den NS-Pogrom von 1938 (16:00 Uhr Gedenken an der Stele der einstigen Synagoge, 18:00 Uhr Konzert von „Earth People“ mit Suhler Sängern). 

 
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