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Premiere für Film über Suhler Rührgeräte Drucken
ruehrgeraete_plakat_smallKommen Rührgeräte in den Himmel? Die skurril anmutende Frage ist Titel eines Films, der, von einem Suhler geschaffen, am 25. September 2016 im Suhler Kino Cineplex Premiere feiert. Hier spielt das legendäre Rührgerät aus dem einstigen volkseigenen Kombinat Elektrogerätewerk Suhl (EGS), das mit etwa 4000 Beschäftigten das größte seiner Art war,  die Hauptrolle.

Das Rührgerät ist nicht tot zu kriegen und verrichtet noch immer in vielen Haushalten seine Dienste.  Auch das war für Bert Göhler, Geschäftsführer  und Produzent der Clip Film- und Fernsehproduktion Suhl,  ein Argument, einen Film über genau dieses RG28 zu produzieren, der alles andere als eine rührende  Geschichte ist.

Göhler ist durch und durch Suhler und er produziert mit „Kommen Rührgeräte in den Himmel?" ein Stück Suhl-Geschichte, die weit über  Nostalgie und das  hinausgeht, was sich als Wiege des RG 28 beschreiben lässt.   „Der Film ist eine Dokumentation über ein Phänomen, über Empathie und über Nachhaltigkeit.  Über Nachhaltigkeit, die zu Zeiten der DDR aus der Not heraus und mit dem Anspruch an eine lange Lebensdauer geboren wurde,  und darüber, dass heute, da wir alle Möglichkeiten hätten Langlebigkeit, also Nachhaltigkeit, zu produzieren,  offenbar nicht gefragt ist", so Bert Göhler. „Der Film ist eine Erinnerung an uns selbst. Er soll uns daran erinnern, bewusster durchs Leben zu gehen."

Carmen,  gegeben von der jungen Schauspielerin Laura Palacios, studiert Design im für sie recht exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer beim  Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst - und tadellos in Form. Es heißt RG 28. Carmen ist von dem Rührer fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften, hat viele Begegnungen und Gespräche mit Erfindern, Erbauern und Nutzern des Gerätes, mit einem Theologen und anderen mehr. Sie ist getrieben von  Fragen:  Wieso kann die Technik, die im RG 28 eingebaut ist so toll sein, wenn doch in der DDR Mangelwirtschaft herrschte? Was macht das schlichte Design so beliebt? Und wieso schwören die Menschen so auf das RG 28, wo sie doch jetzt Rührgeräte in allen Preisklassen, Farben und von vielen Marken haben können? Schlussendlich kommt sie zu  dem Punkt: Ist es ethisch vertretbar, Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Respekt, Wertschätzung und ein langes Leben.

Am 25. September wird für die Macher des Films „Kommen Rührgeräte in den Himmel?"  im Suhler Kino Cineplex der rote Teppich ausgerollt. Und zwar genau der, über den schon die Produzenten und Schauspieler des Streifens „Sushi in Suhl" gelaufen sind. Sushi und  Rührgerät RG 28 - zwei der Suhler Produkte, die es zu Weltruf geschafft haben.
 
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