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Am 8. Mai 2015 4. Suhler Lesenacht Drucken

logo_lesenacht15_customDie Stadt Suhl veranstaltete am Freitag, dem 8. Mai 2015, die 4. Suhler Lesenacht. Gemeinsam mit dem Südthüringer Literaturverein organisiert und vorbereitet, stand an diesem Abend der Ortsteil wieder ganz im Zeichen der Literatur. Start war um 19:00 Uhr mit einer Lesung von Abini Zöllner in der Volkshochschule im Heinrichser  Rathaus.

abini_zllner_foto_ii_silas_herzberg_kl_customDie Berliner Autorin Abini Zöllner, den Suhlern vielleicht noch von ihrer Lesung aus dem Buch „Schokoladenkind" beim „Provinzschrei" bekannt. Sie stellte ihr neues Buch „Hellwach. Gute Nachtgeschichten" vor, das zur Leipziger Buchmesse im März seine erfolgreiche Premiere erlebte. Die Feuilleton-Redakteurin der „Berliner Zeitung" offeriert darin selbst erlebte Geschichten aus dem schlaflosen Berlin. Nach dieser Auftaktlesung mit Abini Zöllner hatten die Zuhörer dann Gelegenheit, um 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr an weiteren vier attraktiven Leseorten vier regionale Autoren live zu erleben: Sandra Hyneck aus Zella-Mehlis, Reiner Jesse aus Hirschbach, Erika Westhäuser aus Veilsdorf und Horst Wiegand aus Steinheid. Die Lesenacht wurde wie schon in den Jahren zuvor maßgeblich gefördert durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse.
Eröffnung in der VHSAnliegen der Lesenacht ist es, interessante Literatur mit interessanten Orten zu verbinden, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind. Lag 2012 und 2013 der Schwerpunkt auf solchen Orte im Suhler Stadtzentrum, so stand im Vorjahr erstmals der Ortsteil Heinrichs im Mittelpunkt. In diesem Jahr sollten solche Orte neben der Volkshochschule selbst und dessen Gewölbekeller im ehrwürdigen Heinrichser Rathaus wiederum die alte Kapelle sein, ein Muss für jeden an historischen Suhler Bauten Interessierten, sowie typische Heinrichser Weinkeller wie den der Familie Csutorka und erstmals auch das „Weindepot" von Gloria Schüler. Dort gab es jeweils auch Einblicke in die Hausgeschichte bzw. Hausführungen in Kapelle und Volkshochschule. Vom Weindepot aus konnten die Heinrichser Kirche „St. Ulrich" besichtigt werden, die älteste unzerstörte Kirche der Stadt, überstand sie doch selbst die Wirren des Dreißigjährigen Krieges.

Zum Auftakt Berliner Nächte
buchcover_hellwach_custom„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da", heißt es im Klappentext von Abini Zöllners neuem Buch. Wozu also noch? Man könnte beispielsweise telefonieren oder - verzweifeln. Fernsehen? Besser nicht! Im Angebot wären auch Heißhungerattacken, Nachhilfeunterricht oder - Grübeln. Nachts fallen einem manchmal all die Antworten ein, die man tagsüber gern gegeben hätte. Ist die Nacht eine Freundin? Oder Feindin? Abini Zöllner, so wie jeder zehnte Bundesbürger von Schlafstörungen geplagt, ist allnächtlich bis drei Uhr hellwach und erlebt erstaunliche Begebenheiten, etwa wie sie nachts Einbrechern bei ihrer „Arbeit" zusieht, mit der Telekom kommuniziert oder versucht, mit der Deutschen Bahn doch noch irgendwie Amsterdam zu erreichen. Seltsame Zeitgenossen begegnen ihr, kleines Glück und große Zumutungen. Abini Zöllner bleibt dabei „Hellwach". Man darf auf überraschende und kuriose Einblicke in Berliner Nächte gespannt sein und dann selbst entscheiden, ob man die hiesigen Nächte, etwas ruhiger und beschaulicher, nicht lieber vorzieht.
Lesung A. Zöllner2003 erschien Abini Zöllners erfolgreiche Autobiographie „Schokoladenkind", mit der sie bereits in Suhl zu Gast war. Sie freut sich auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten und neuen Interessenten in Suhl.
Wie schon bei den Lesenächten zuvor hatten die Besucher dann die Qual der Wahl. Diesmal allerdings hatten es ihnen Stadt und Literaturverein etwas einfacher gemacht: sie brauchten nur aus vier weiteren Lesungen zu wählen und konnen zwei davon erreichen: jeweils um 20:30 Uhr und um 22:00 Uhr.

Lyrik im Gewölbekeller
horst_wiegand__customHorst Wiegand ist einer der bekanntesten Dichter Südthüringens. Der Mann aus dem Gebirge - er wohnt nur ein paar Meter vom Rennsteig entfernt in Steinheid - nennt seine Lesung „Wo der Berg nicht aufhört". Er spannt einen lyrischen Bogen zwischen Wald und Wolken, Strauch und Schnee, Weite des Blicks und Tiefe des Erlebens. Wiegand veröffentlichte mehrere Bücher, einige davon mit eigenen Fotografien.

Horst Wiegand liestNach Suhl allerdings brachte er Musik mit - Eigenkompositionen, denn Horst Wiegand war jahrzehntelang als Musiklehrer tätig und gab zudem auch als Sänger eine Vielzahl von Konzerten im mitteldeutschen Raum. Er trat im Gewölbekeller des Heinrichser Rathauses auf und belebte damit den einstigen Ratskeller kulturell neu.

Mundart beim Josef
erikawesthuser_customDie Veilsdorfer Autorin Erika Westhäuser ist den Suhlern ebenfalls keine Unbekannte. Mehrere ihrer Bücher brachte sie bereits im Rahmen der Lesereihe des Südthüringer Literaturvereins hier zur Premiere.

Mundart im WeinkellerDiesmal stellte sie einen Querschnitt ihres Schaffens vor und nannte ihre kurzweilige Lesung „Nu hammersch wieder". Im Programm waren Kurzgeschichten, Gedichte und Episoden in thüringisch-fränkischer Mundart - direkt von den Ufern der Werra. Die mehrfache Großmutter schöpfte dabei aus dem vollen Leben. Sinn und Hintersinn kamen nicht zu kurz.

Historisches in der alten Kapelle
sandra_hyneck_customErstmals bei der Lesenacht dabei war die Zella-Mehliser Autorin Sandra Hyneck. Ihre historischen Erzählungen sind spannende und bildgewaltige Ausflüge in eine andere Zeit. Mit der Geschichte der jungen Marie, die 1921 ihren Thüringer Heimatort verließ, um ein neues Leben anzufangen, war sie im Vorjahr zum Poesiesommer in Kloster Veßra und begeisterte dort ihr Publikum. 

Lyrik in der KapelleDiesmal stand ihr literarischer Auszug unter den Titel „Hoffnung". Ihr Auftrittsort war die alte Kapelle in Heinrichs, Meininger Straße 49, die schon im Vorjahr ein begehrter Leseort war. Matthias Wiewiorra vom Cisterverein als Pächter der alten Kapelle bot zwischen den beiden Lesungen eine Führung durch Kapelle und Haus an.

Schalk im Weindepot

reiner_jesse_foto_customReiner Jesse, in Oberhof geboren, ist promovierter Mediziner und führte bis 2007 eine Klinik in Bad Kissingen. Neben dem Interesse für Malerei, worüber er einige Romane verfasste, schrieb Jesse auch Anekdoten und Episoden aus dem Arztleben, oft köstlich anzuhören und stets mit feinem hintersinnigen Humor gewürzt, die er aus seinem neuen Buch „Skalpell und Knochensäge" vorstellte. Darüber hinaus gab es an diesem Abend auch philosophisch-literarische Exkurse von Dr. Reiner Jesse.

Skalpell und Knochensäge In der Pause zwischen den Lesungen bot Pfarrer Ulrich Prüfer eine Besichtigung der ehrwürdigen Heinrichser Kirche an. Dank der Unterstützung durch die Rhön-Rennsteig-Sparkasse war der Eintritt auch zur 4. Suhler Lesenacht frei.

 
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