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Kinder und Jugendliche haben in unserer Gesellschaft ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, sie haben einen Anspruch auf Zuwendung, Fürsorge und Schutz. Gegen diese Rechte wird aber leider vielfach, in manchen Fällen täglich, oftmals über Jahre hinweg, verstoßen, indem Kinder und Jugendliche – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Herkunft – misshandelt, vernachlässigt oder sexuell missbraucht werden. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen unsere Hilfe, sie brauchen Schutz und Betreuung, Begleitung und Vertrauen. Sie brauchen Menschen, die ihre Hilferufe und Signale erkennen und wahrnehmen und sie in ihrer Not nicht allein lassen.
Mit der Einrichtung des Kinder- und Jugendschutzdienstes, kurz KJSD „Allerleirauh“ wurde in Suhl im Jahr 1999 ein speziell auf die Probleme dieser Kinder und Jugendlichen ausgerichtetes Hilfesystem geschaffen. Die Kontakt- und Beratungsstelle des Trägerwerks Soziale Dienste in Thüringen e.V. befindet sich in der Bahnhofstraße 17 und bietet Hilfe, Unterstützung und Begleitung für:
· Kinder und Jugendliche, die Vernachlässigung, körperliche, sexuelle oder seelische Gewalt erfahren haben oder davon bedroht sind,
· Familien, in denen es zu gewaltsamen Übergriffen gegenüber Kindern und Jugendlichen kommt,
· Pädagogische Fachkräfte oder andere Personen, die mit gewaltsamen Übergriffen gegenüber Kindern oder Jugendlichen konfrontiert werden oder Informationen zu diesem Thema wünschen.
Für betroffene Kinder bzw. Jugendliche bieten Frau Matz und Frau Wolff, die beiden Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendschutzdienstes:
· Beratung,
· Unterstützung in Krisensituationen,
· Stabilisierung nach traumatischen Ereignissen,
· Begleitung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen sowie vor, während und nach Gerichtsverfahren,
· Bewältigung von Gewalterfahrungen und
· Erarbeitung von Hilfsangeboten für die künftige Lebensbewältigung an.
Jede Beratung ist kostenlos, freiwillig und auf Wunsch anonym. Es besteht bei Vorliegen einer Straftat keine Anzeigepflicht. Neben der unmittelbaren Hilfe im konkreten Einzelfall trägt der Kinder- und Jugendschutz-dienst „Allerleirauh“ durch entsprechende Präventionsmaßnahmen darüber hinaus dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in ihren Rechten und Kompetenzen gestärkt werden, um sich selbst besser vor Gewalt schützen zu können. Außerdem sollen die Erwachsenen im Umfeld unserer Kinder und Jugendlichen – wie Eltern, Erzieher, Lehrer, Betreuer oder sonstige Fachkräfte – sensibilisiert werden, um rechtzeitig Gewalthandlungen zu verhindern, oder wenn dies nicht mehr möglich ist, jedenfalls deren Symptome zu erkennen. Sie sollen dadurch in die Lage versetzt werden, im Verdachtsfall sachgerecht reagieren können und die Betroffenen an den Kinderschutzdienst zu vermitteln oder in Kooperation mit diesen die notwendige Hilfe zu leisten, die die Schwächsten unserer Gesellschaft in dieser Situation brauchen.
Kontakt:
KJSD „Allerleirauh“
Bahnhofstraße 17
98527 Suhl
Tel.: 0 36 81 / 30 99 90
Fax: 0 36 81 / 30 99 88
E-Mail:
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Beratungszeiten:
Dienstag: 13.00 - 16.00 Uhr
Mittwoch: 10.00 - 13.00 Uhr
Donnerstag: 13.00 - 16.00 Uhr
Freitag: 10.00 - 13.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Ansprechpartnerinnen: Manuela Matz (Dipl.- Sozialpäd., Traumaberaterin, Sozialpäd. Prozessbegleiterin)
Jana Wolff (MAG Erziehungswissenschaften, Traumaberaterin, Sozialpäd. Prozessbegleiterin)
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