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Willkommen zum Chrisamelmart PDF Drucken

obkolumneLiebe Suhlerinnen und Suhler, werte Gäste unserer Stadt,
in diesen Tagen, wenn die Dunkelheit früh hereinbricht, macht es vielen Suhlern und ihren Gästen dennoch Spaß, ins Stadtzentrum zu kommen und hier gemeinsam zu bummeln. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Suhler Chrisamelmart, der am 25. November seine Pforten öffnete. Bis zum 20. Dezember bietet er seinen Besuchern die Atmosphäre eines Marktes aus längst vergangenen Zeiten: in hölzernen Hütten offerieren Händler ihre Waren, deren Sortiment ausnahmslos weihnachtlich und winterlich ausgerichtet ist. Düfte laden zum Naschen ein, Köstlichkeiten schmeicheln dem Gaumen. Und wem kalt ist, der greift rasch mal zu einer Tasse Glühwein...
Zum 19. Mal schon veranstaltet die Stadt Suhl selbst ihren Weihnachtsmarkt. Seit vielen Jahren ist er nach dem hiesigen Christstollen, der Chrisamel, benannt. Mehr als 50 Verkaufshütten wurden aufgebaut. Dazu gehört auch eine, an der sich die verschiedenen Ergebnisse der Suhler Bäckerkunst in Sachen originale Chrisamel verkosten und erwerben lassen. Ein Weihnachtsmannbüro mit einem „echten" Weihnachtsmann ist für die Jüngsten geöffnet. In einem Bastelhaus können die etwas Größeren Geschenke selbst anfertigen. An der Wichtelhütte und auch an den Vitrinen mit Spielzeug aus Herbert Königs Sammlung kann man sich die Nasen plattdrücken. Alles ist festlich erleuchtet, in diesem Jahr übrigens erstmals auch durch LED-Kerzen, darunter auch die 20 Meter hohe marktbestimmende Douglasie als 2011-er Weihnachtsbaum. Dutzende städtische Mitarbeiter wirkten viele Wochen, um diesen Weihnachtsmarkt wieder möglich zu machen. Händler nahmen weite Wege auf sich, um ihrem Publikum wieder nahe zu sein. Und manch einer grüßt sich mit: „Na, auch wieder da?" Dieser Weihnachtsmarkt passt so recht zu unserer Stadt. Er ist gewiss nicht der größte im Freistaat Thüringen, aber vielleicht sein schönster: eingebettet zwischen die Häuser von Marktplatz und Steinweg, überragt vom nahen Domberg, bereichert von zahlreichen Märchenfiguren aus den Werkstätten der Suhler Künstler Michael Kühn und Angelika Beuger. So lässt sich die dunkle Jahreszeit gut überbrücken.
Ich lade Sie ein, sich selbst ein Bild davon zu machen. Monatelang haben wir auch in diesem Jahr um politische Entscheidungen gerungen, haben uns die Köpfe heiß geredet und manchmal gewiss auch ein unsachliches Argument in den Ring geworden. Nun, im Advent, sollte es Zeit sein, es etwas ruhiger angehen zu lassen und uns alle auf mindestens ebenso wichtige Dinge zu besinnen: Lichter in der Dunkelheit, ein Lied, gemeinsam gesungen am Abend, ein Geschenk für uns Nahestehende, ein Dankeschön für das gemeinsam Erreichte, das sehr vielen Menschen in der Welt bis heute unerreichbar ist. Eine gute Adventszeit wünscht
Ihr
Dr. Jens Triebel

 
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