A+ | A- | Reset

Willkommen zur Konferenz PDF Drucken

obkolumneLiebe Suhlerinnen und Suhler, werte Gäste unserer Stadt,
Suhl ist eine Reise wert. Das meinen nicht nur Zehntausende Touristen (die Statistik verzeichnet für das erste Halbjahr 2011 in Beherbergungsunternehmen mit mehr als 9 Betten 42.834 Gäste, die 114.866 Übernachtungen buchten, was einem Plus von knapp 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht), sondern auch zahlreiche Konferenzteilnehmer. Die Bedingungen hier sind sowohl für das Tagen, als auch für das Entspannen und für eigene kulturelle und sportliche Aktivitäten gut. Uns stehen attraktive Tagungszentren wie das Congress Centrum Suhl zur Verfügung. Aber auch hiesige Hotels wie beispielsweise das Ringberghotel oder das Hotel Thüringen können damit punkten.
Gerade waren die Agrarminister der Bundesländer in Suhl zu Gast und konferierten zu aktuellen Themen dieses wichtigen Wirtschaftssektors. In dieser Woche werde ich Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister aus den jungen Ländern hier begrüßen können. Auf dem Gebiet der Landwirtschaft wie in den kreisfreien und großen kreisangehörigen Städten sind es politische Entscheidungen, die den Menschen das Leben leichter machen - oder aber erschweren. Die Folgen davon bekommen die Bürger unmittelbar zu spüren.
Lebensmittel benötigt jeder und an jedem Tag. Insofern haben auch die Ergebnisse der Suhler Agrarministerkonferenz mittelbar Auswirkungen auf jeden. Dabei spielen Umweltangelegenheiten eine Rolle, denn Brachland beispielsweise wird schnell zu Erosionsland mit fatalen Folgen und Folgekosten für alle. Wo also einen optimalen Weg finden? Und wie? Vielleicht tat es da gut, mitten in weitgehend intakter Natur zusammen zu kommen, den Wald ringsum zu erleben (auch dieses Ressort fällt meist in den Aufgabenbereich der Agrarminister), abseits vom Berliner Trubel oder dem der jeweiligen Landeshauptstädte zu tagen und sich zu Sachthemen austauschen zu können.
Als Oberbürgermeister konnte ich die Ministerinnen und Minister hier bei uns persönlich begrüßen. Auch wir als Kommunen benötigen möglichst optimale Bedingungen, um unsere Wälder intakt halten, die Anforderungen von Forst und Tourismus in Übereinklang bringen und Naturflächen angemessen pflegen zu können. Das habe ich versucht, im Kontakt mit den Ministern zu vermitteln. Schließlich ist auch das eine Aufgabe, die nur gemeinsam von Bund, Ländern und Kommunen gelöst werden kann. Vor Ort zu gehen und die Bedingungen auch hier in Südthüringen kennen zu lernen, halte ich für ausgesprochen produktiv, kann doch in der Praxis überprüft werden, wie Regulierungsinstrumentarien funktionieren oder Beschlüsse in die Tat umgesetzt werden. In den Kommunen muss funktionieren, was in Land und Bund beschlossen wird.
Wir hier in den Städten und Gemeinden sind die unmittelbaren Ansprechpartner für die Sorgen und Nöte der Menschen - und haben gegebenenfalls eben auch mögliche Fehlentscheidungen auszubaden. Insofern sollte der Dialog miteinander nicht nur auf Ministerebene, sondern auch zwischen Ministerien und Kommunen oder wie jetzt in der letzten Novemberwoche zwischen den Oberbürgermeistern selbst permanent geführt werden. Als Stadtoberhaupt der gastgebenden Stadt habe ich zur Agrarministerkonferenz die Chance genutzt, unsere Anmerkungen und Vorschläge anzubringen und diesen Dialog zu führen. Ich werde das auch zur Oberbürgermeisterkonferenz des Deutschen Städtetags in Suhl tun.
Suhl ist eine Reise wert. Ich hoffe sehr, dass diesem Resümee auch weiterhin möglichst viele Konferenzteilnehmer - seien sie nun Minister, Oberbürgermeister oder anderweitige Experten - und Urlauber folgen werden.

Ihr
Dr. Jens Triebel

 
< zurück   weiter >
© 2010 Stadt Suhl