Suhler Solarkraftwerk am Netz PDF Drucken

solarpark_startDer Solarpark auf dem Gelände der stillgelegten Mülldeponie in Suhl-Goldlauter wurde am Donnerstag, dem 31. Dezember 2009, von Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel (parteilos, im Bild rechts) und dem Geschäftsführer der Suhler Sammelkanalbetriebs- und Beteiligungsgesellschaft (SBB) Joachim Glück (3.v.r.) offiziell in Betrieb genommen. Zugegen waren auch Polier Mario Günther (2.v.r.) und Elektriker Heiko Gaum (links) von der Firma Beck Energy, die die Anlage binnen weniger Wochen errichtet hatte, sowie der Leiter des städtischen Rechts- und Umweltamtes Silvio Ritter (2.v.l.). Stadtrat Dr. Walter Hauk vom Aufsichsrat der SBB betonte, dass die mit Gallium-Tellurit ausgestatteten Kollektoren auch bei indirekter Sonneneinstrahlung schon einen hohen Wirkungsgrad erzielen. Mit dem als ersten Bauabschnitt gedachten in Betrieb genommenen Suhler Solarkraftwerk kann Strom für 130 Haushalte gewonnen werden, denn die Anlage produziert auf einer Fläche von ca. 2,5 Hektar aus mehr als 5500 Modulen 484.000 Kilowattstunden Elektroenergie.

Oberbürgermeister Dr. Triebel bezeichnete diese Inbetriebnahme als wichtigen Schritt zur Verbesserung der CO2-Bilanz der Stadt. Wo einst städtischer Müll abgelagert worden sei, könne nun Strom gewonnen werden. Der Suhler Oberbürgermeister hatte sich seit langem für ein entsprechendes alternatives Energieprojekt in Suhl eingesetzt. Schon 2007 entwickelte er entsprechende Aktivitäten. Diese Bemühungen führten schließlich über verschiedene Stufen der Projektentwicklung und Beratung in den Ausschüssen des Stadtrats zum Erfolg. Am 14. Oktober 2009 erfolgte der erste Spatenstich. Errichtet wurde das Solarkraftwerk vom Unternehmen Beck Energy aus Kolitzheim, das ähnliche Anlagen auf stillgelegten Mülldeponien bereits in Luckenwalde und Manosque in Frankreich errichtet hat. Auf einer Fläche von ca. 2,5 Hektar stehen in Suhl nun mehr als 5500 Module, die 484.000 Kilowattstunden Elektroenergie liefern können.
Der Solarpark fügt sich schlüssig ein in ein Paket von auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Klimaschutzprojekten der Stadt Suhl. Zu ihnen zählen u.a. der Neubau der Kindertagesstätte in der Rimbachstraße mit dem CO2-neutralen Baustoff Holz und einer klimaschonenden Energieversorgung sowie Wärmeschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket-Projekten.
Dem nunmehr in Betrieb genommenen Solarpark sollen nach Abschluss des Deponiekörpers weitere Bauabschnitte folgen. Hierbei wird auch die Möglichkeit eines Bürgersolarparks geprüft.
Oberbürgermeister Dr. Jens Triebel bedankte sich bei allen Beteiligten für deren Aktivitäten zum erfolgreichen Abschluss des Solarpark-Baus, insbesondere dem Suhler Stadtrat für das Weichen-Stellen, dem Betreiber SBB für die Betriebsübernahme und der Fa. Beck Energy für den fristgerechten Projektabschlusss. Unsere Bilder (Aufnahmen: H. Uske) zeigen die offizielle Inbetriebnahme am 31.12.2009.
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