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Baumschutz und Baumfällungen PDF Drucken

Rechtliches Instrumentarium zum Schutz des Baumbestandes sind insbesondere im Außenbereich die Naturschutzgesetzgebung und im Innenbereich die Baumschutzsatzung. Beide Grundlagen werden verwaltungsseitig gegenüber der Öffentlichkeit nach einheitlich abgestimmten Verfahrensweisen bearbeitet und entschieden.

Dabei hat sich besonders die kommunale Baumschutzsatzung der Stadt Suhl vom 13.11.2000 als sinnvolles und notwendiges Instrument zum Schutze und zur Gestaltung des Baumbestandes erwiesen. Die Baumschutzsatzung ist ein wesentlicher kommunaler Beitrag für die Daseinsfürsorge einer bürgerfreundlichen Stadt auch im Interessensausgleich divergierender Nutzungsansprüche.

Auf privaten Flächen bietet die Baumschutzsatzung die Möglichkeit, Bürger an ihre ökologische Verantwortung zu erinnern und den Umgang mit dem Baumbestand zu regeln. Durch die Selbstbindung der Stadt Suhl für den öffentlichen und öffentlich wirkenden Baumbestand, verbunden mit einer bürgerfreundlichen Anwendung der Satzung bei gezielter Öffentlichkeitsarbeit, ist die Akzeptanz für den rechtlich geregelten Baumschutz im Stadtbereich Suhl gegeben und auch seit Wirksamkeit der Baumschutzsatzung zunehmend wachsend.

Die Baumschutzsatzung der Stadt Suhl ist nicht nur Ordnungsinstrument, sondern bietet darüber hinaus einen wichtigen Zugang zum Bürger in allen Fragen des Naturschutzes und der Stadtgestaltung. Die Bürger finden in der Baumschutzsatzung klare, nachvollziehbare Regelungen und dafür auch die jeweiligen Ansprechpartner in der Stadt Suhl.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2008 unterliegen Nadelgehölze, Birken und Pappeln nicht mehr dem Schutzstatus der neuen städtischen Baumschutzsatzung. Ein Rückgang der Anzahl der Bescheide und der zu genehmigenden Bäumfällungen ist zu erwarten.

Im Bereich des Baumschutzes ergeben sich über den Zeitraum der Jahre 2004 bis 2007 folgende Sachverhalte.

 

Beantragte Bäume: Jahr  2004
2005  2006  2007 
Anzahl  901  1.324  930  1.491 
           
Bescheide:  Jahr
2004 2005 2006  2007 
Anzahl  337  373  334  461 

 

 

 

Die Hauptgründe zur Fällung von Bäumen im Stadtgebiet sind
  • Gefahrensituationen wegen Alter, mangelnder Vitalität und Standort der Bäume, durch die extremen Witterungsverhältnisse im Januar und März ein besonders dominanter Fällgrund im Jahr 2007
  • erhebliche Beeinträchtigungen der angrenzenden Bausubstanz und des öffentlichen Bereiches durch Bäume
  • Bautätigkeit (seit Jahren abnehmender Anteil an den Fällgründen).

In der Bilanz der städtischen Bäume (siehe auch nächster Punkt) ist seit dem Jahre 2004 zu verzeichnen, dass der nachweisliche Abgang der Bäume durch notwendige Fällungen oder Baumaßnahmen in der Anzahl über dem jährlich planmäßigen Zugang an Neupflanzungen liegt.

Folgende Ersatzleistungen wurden festgelegt:

  • 2004         in 111 Bescheiden mit insgesamt     28.851,50 €
  • 2005         in 103 Bescheiden mit insgesamt     40.413,50 €
  • 2006         in 101 Bescheiden mit insgesamt     22.609,00 €
  • 2007         in 121 Bescheiden mit insgesamt     30.097,35 €

Die Ersatzleistungen werden erfahrungsgemäß durch die Antragsteller weitestgehend als Neupflanzungen realisiert. Bei ausbleibender Pflanzung erfolgt die Erhebung der Auflagen als Ersatzzahlung. Die an die Stadt Suhl zu überweisenden Ersatzzahlungen werden zweckgebunden und jahresübergreifend für den Baumschutz in der Stadt, insbesondere für Pflanzvorbereitungen, Neupflanzungen, Sanierung, Verkehrssicherheit sowie zum Schutz und zur Pflege von Bäumen, die dem Schutzzweck entsprechen, im Geltungsbereich der Baumschutzsatzung  verwendet.

Der zweckgebundene Einsatz dieser finanziellen Mittel ermöglicht es auch, insbesondere für Pflanzvorbereitungen, Neupflanzungen, Baumsanierungen, Verkehrssicherheit der Gehölze sowie zum Schutz und zur Pflege im Geltungsbereich der Baumschutzsatzung den städtischen Baumbestand teilweise mit zu erhalten.

 
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